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Papageienatrium
Letztes Update:
Jan 2014

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Geschlechtsbestimmung bei Papageien:

Die Bestimmung vom Geschlecht eines Vogels ist für fast alle Vogelhalter irgendwann einmal ein Thema.
Viele Züchter sind sich immer ganz sicher, dass der Vogel männlich oder weiblich ist, aus einer langen Zuchterfahrung heraus.
Dies trifft oft auch zu 85% zu, aber es bleibt immer ein Restrisiko, aus diesem Grunde raten wir zu einer sicheren Methode der Geschlechtsbestimmung, als durch Abtasten der Beckenknochen oder anderer Merkmale wie Kopfform.
Es gibt unterschiedliche Methoden zur Geschlechtsbestimmung von Vögeln, die keinen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus aufweisen.

 Endoskopische Untersuchung:

Diese Methode hat den Vorteil, dass man neben dem Geschlecht noch Informationen über den Gesundheitszustand des Vogels bekommt.
Nachteil ist, dass es sich um einen kl. operativen Eingriff am Vogel handelt, der ein gewisses Risiko beinhaltet.  Ausserdem muss der Vogel schon adult sein.
Beachten sollte man hier auch, dass der durchführende Tierarzt einige Erfahrungen auf diesem Gebiet hat, denn sonst kann eine Gefahr für den Vogel bestehen und auch die Richtigkeit des Ergebnisses konnte schon manchmal durch z.B. Eiablage des vorher männlich bestimmten Vogels widerlegt werden.

DNA-Analyse:

Die DNA Analyse kann auf verschiedene Arten durchgeführt werden.
a) Durch Blutsbestimmung
b) Durch frische Schwung /Flügel oder Schwanzfedern.

Da die Vögel sehr wenig Gerinnungsstoffe im Blut haben, beinhaltet die Blutentnahme ein gewisses Risiko . Bei der Federanalyse ist bei nicht genauer Kennzeichnung die Verwechslungsgefahr zu nennen.

Die Federanalyse wird an frisch ausgezupften Federn durchgeführt. Hierzu werden Zellen aus den Federkielen genommen und mit Molekularbiologischen Methoden wird die DNA isoliert und anschl. wird das Gen zur Geschlechtsbestimmung analysiert.

Vorteile dieser Methode sind die einfache Handhabung, und auch der frühe Zeitpunkt ( auch Nestlinge können bestimmt werden) Als Nachteil kann angegeben werden, dass sich diese Art noch nicht für alle Sittich und Papageienarten etabliert hat und auch Zuchtkondition oder Gesundheitszustand nicht festgestellt werden kann. Auch sei auf die leichte Manipulierbarkeit der Daten hingewiesen.


Es bleibt jedem selbst überlassen, für welche Methode er sich entscheidet, wir lassen unserer Vögel bei Bedarf durch die DNA Analyse an der Feder bestimmen und hatten bisher ein 100% stimmiges Ergebnis.

Erfahrungen mit DNA Bestimmungen haben wir bisher mit verschiedenen Instituten gemacht z.B. mit

Medigenomix GmbH
Fraunhoferstraße 22
D-82152 Martinsried bei München
Telefon: 089-899 892-0
Fax: 089-899 892-90
info@medigenomix.de
Hier kann man auch gut nachlesen, wie die Analyse durchgeführt wird.



Um die DNA von einem Vogel bestimmen zu lassen sollte man
  frische Federn ( 2 Stück) verwenden ( mit Pinzette gezupft, der Vogel merkt nicht viel, ähnlich wie beim Herausziehen eines Haares beim Menschen.)
 die Feder sollte nicht zu klein sein, Schwanz oder Flügelfedern eignen sich gut
 so wenig wie möglich mit der Hand anfassen besonders nicht den Kiel
 Verpackt wird die Feder am Besten in einer kleinen Tüte oder in Alufolie
 Papier mit Anschrift des Halters, Vogelart ( deutsch und lateinisch), Ringnummer (lateinischer Begriff), Federart angeben ( Schwanz oder Flügelfeder)
 Alles in einen Briefumschlag und an das ausgewählte Labor schicken

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Leider gibt es zu viele Leute, die mit dem Eigentum anderen so umgehen als ob es ihres wäre. Danke für das Verständnis