Copyright © by
Papageienatrium
Letztes Update:
Jan 2014

Top-99 Site

Forpus passerinus (Linné 1758)
Deutsche Namen : Grünbürzel-Sperlingspapagei
Wissenschaftliche Namen: Forpus passerinus
Englische Namen Green-rumped Parrotlet
Verbreitung : Von Venezuela über Kolumbien bis Nordbrasilien
Größe: 12 cm
Lebensdauer:. 12 bis 15 Jahre

Brutzeit : Mai bis August
Gelegegröße: zwischen 3 und 7 Eiern
Brutdauer 20-22 Tage
Eimaße: 17,5 mm x 14,3 mm.
Nestlingszeit: 5 Wochen
Geschlechtsreife:  mit ca. einem Jahr
Beschreibung der Nominatform:
Die Hauptfarbe dieser kleinsten Sperlingspapageienart ist Gelbgrün. Die Hähne haben intensiv blaue Schwungfedern und Unterflügeldecken. Die Weibchen  sind grün bis gelbgrün und haben eine gelbe Stirn alle blauen Gefiederpartien grün. Der Schnabel ist hornfarben und die Iris ist dunkelbraun.
Unterarten
1.Forpus passerinus viridissimus (Lafresnaye 1848)/ Venezuela Grünbürzel-Sperlingspapagei
Wie die Nominatform aber weniger blau unter den Flügeln, dort ist viel verwaschenes grün zu sehen. Der Grünton ist recht kräftig und wechselt je nach Gegend. Auch die Weibchen sind intensiver grün, teilweise intensiv gelbe Stirn.
2. Forpus passerinus cyanochlorus (Schlegel 1864)/ Schlegels Grünbürzel-Sperlingspapagei/ Engl.: Schlegel's Parrotlet
Wie die Nominatform aber die Hennen sind viel mehr gelb und mit grünerer Stirn.
3. Forpus passerinus deliciosus / Amazonas Grünbürzel-Sperlingspapagei / Engl.: Santarem Passerin Parrotlet
Wie die Nominatform aber Unterrücken und Bürzekgefieder leuchtend grün mit etwas blauem Tatsch. Die Weibchen sind wieder gelblicher als die Nominatform und haben eine kräftige gelbe Stirn.
4. Forpus passerinus cyanophanes (Todd 1915)/ Rio-Hacha-Grünbürzel-Sperlingspapagei/ Engl.: Rio Hacha Parrotlet
Wie die Nominatform aber die Flügeldeckfedern sind sehr intensiv blau bis violett. Die Hennen sind wie die Nominatform. 
Lebensweise in freier Natur
Außerhalb der Brutzeit lebt diese Art in Schwärmen bis zu 50 Vögel. Das Habitat erstreckt sich über Savannen und offene Gebiete mit Busch- und Baumbestand. Sie kommen häufig vor und können auch in Stadtrandgebieten gesehen werden. Sie sind in Büschen und niedrigen Bäumen anzutreffen, wobei sie durch ihre Gefiederfarbe ideal getarnt sind. Meist sind sie nicht scheu und fliegen, einmal aufgescheucht, laut schimpfend davon.  Sie fressen halbreife und trockene Grassamen, Beeren, Früchte, gemüseartige Pflanzen, Knospen, Blüten und Kaktusfrüchte. Um die Mittagszeit halten sie Ruhe und können im Laubwerk von Bäumen oder auf Zaunpfählen oder auf dem Stacheldrahtzaun entlang der Landstraßen beobachtet werden. Der Flug kann wie bei allen Sperlingsarten als leicht wellenformig und schnell bezeichnet werden.
Haltung in Menschenobhut :
Die Grünbürzelsperlingspapageien sind bei Züchtern recht gut zu finden. Sie sind relativ ruhige Vögel die aber nicht so leicht zahm werden wie z.B. Augenring- oder Blaugenicksperlingspapagei.
Sperlingspapageien benötigen wie alle Papageien regelmäßig (ca. alle 6Wochen) frisch unbehandelte, ungiftige Naturäste (z.B. Haselnuß, Weide, Birke, Hainbuche, Ahorn, Erle, Linde, Obstbäume, morsches Holz...) zum Benagen. Die Äste sind gut für die Krallen und nutzen diese auf natürliche Weise ab. Zusätzlich versorgen sie die Vögel beim Benagen mit Vitaminen und Mineralien.
Sie sind gut zu halten in einer Voliere von 2 m x 1 m x 2 m, aber auch die Haltung in Kistenkäfigen (120 cm x 40 cm x 40 cm) hat sich bewährt. Sie sollten im Winter nicht unter 10°C gehalten werden.
Zucht in Menschenobhut:
Da die meisten Grünbürzelsperlingspapageien recht scheu bleiben, eigenen sie sich nicht so besonders als Käfigvogel. Die Zucht hingegen ist verhältnism. leicht. Die Weibchen brüten sehr fest und kommen nur wenige Male am Tag aus dem Nistkasten um Kot abzusetzen, das Männchen versorgt seine Henne mit allem Notwendigen.
Bei der Zucht sollte man sie paarweise halten. Ein Wellensittichnistkasten eignet sich gut als Nist- und Schlafkasten, aus diesem Grunde sollte man ihn immer zur Verfügung stellen. Weibchen fangen recht schnell nach dem Verlassen
der Jungvögel die nächste Brut an, man sollte aber nicht mehr als zwei Bruten im Jahr zulassen.
Ernährung in Menschenobhut
S
amengemisch aus Glanz, verschiedenen Hirsesorten, Wildkrautsamen, halbreife und trockene Grassamen ,etwas Weizen und Hafer sowie wenigen Sonnenblumenkernen; Kardi, Kolbenhirse (auch gekeimt); verschiedene Obstsorten (z.B. Apfel, Birne, Hagebutten, Banane, Mango, Erdbeere, Feuerdorn, Ananas,........), Gemüsesorten(z.B. Paprika, Gurke, Karotte, rote Beete,Mais, .......) und Grünfutter ( z.B. Kresse, Vogelmiere, Gras,  Löwenzahn,.....) erhalten.
 Zur Aufzucht
Insektenweichfutter/Aufzuchtfutter; oft konservativ im Freßverhalten; neigen zu einer einseitigen Ernährung und damit zur Verfettung.


Infos zusammengestellt aus:
Forpus Zwergpapageien/ Sperlingspapageien von Hans Schipper ; Lexikon der Papageien, Thomas Arndt, Arndt Verlag (CD-ROM) Die bunte Vogelwelt: Papageien -Kakadus-Loris, Rita Riske, Riske-Medien ( CD-ROM) Papageien (Lebensweise, Arten, Zucht), Wolfgang de Grahl, Ulmer Papageien Band 1,2,3, Franz Robiller, Ulmer Das Papageienbuch, Rosemary Low, Ulmer Papageien ihr Leben in Freiheit, Thomas Arndt, Horst Müller Verlag Die Ernährung der Papageien u. Sittiche, Hans Jürgen Künne, Arndt Verlag Und die Zeitschriften Papageien, WP-Magazin, AZ-Nachrichten.

Die Bilder und Texte dieser HP unterliegen dem Copyright und dürfen  nicht verwendet werden. Verstöße werden kostenpflichtig verfolgt.
Leider gibt es zu viele Leute, die mit dem Eigentum anderen so umgehen als ob es ihres wäre. Danke für das Verständnis