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Letztes Update:
Jan 2014

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Blauflügelsperlingspapageienlexikon

Forpus xanthopterygius (Spix 1824) bzw. Forpus crassirostiris
Deutsche Namen : Blauflügel-Sperlingspapagei
Wissenschaftliche Namen: Forpus xanthopterygius(ältere Bezeichnung)//Forpus crassirostiris (Neuere Bezeichnung)
Englische Namen Blue-winged oder Passerine Parrotlet
Verbreitung: Argentinien bis Ost-Brasilien.
Brutzeit : Mai bis August
Gelegegröße 3-6 Eier
Eimaße: 18,9 mm x 15,2 mm
Brutdauer ca. 21 Tage
Nestlingsdauer: 35 Tage
Geschlechtsreife: ca. mit einem Jahr
Beschreibung der Art
Hauptfarbe dieser Art(Nominatform) ist gelblichgrün wobei der Kopf mehr grün ist. Die Männchen haben einen dunkelblauen Bürzel und blaue bis violette Achsel und Unterflügelfedern. Die Weibchen sind fast ganz grün wobei die Ferdern an der Stirn und um den Schnabel blasser sind bzw. leicht gelblicher sind.Die Jungvögel sind  wie adulte Tiere gefärbt aber das blau ist noch nicht so stark ausgebildet.
Der Schnabel ist hornfarben  bzw. leicht grau. Die Füße sind fleischfarben und die Iris ist dunkelbraun.
Unterarten :
1. Forpus x. xanthopterygius (Spix 1824) Nominatform
2. Forpus x. flavissimus (Hellmayr 1929)/ Blaßgelber Blauflügel-Sperlingspapagei / Engl.: Ceara Blue-winged Parrotlet
wie die Nominatform aber insges mehr gelb. Die blauen Bereiche sind etwas blasser.
3. Forpus x. crassirostris (Taczanowski 1883) / Dickschnabel-Sperlingspapagei / Engl.: Thick-billed Blue-winged Parrotlet
wie die Nominatform, aber die Kopfpartien sind mehr leuchtend grün. Die blauen Bereiche sind etwas blasser. Die Unterart ist etwas kleiner.
4. Forpus x. olallae Gyldenstolpe 1941/ Olalla-Blauflügel-Sperlingspapagei / Engl.: Olalla's Blue-winged Parrotlet
wie die Nominatform, sehr ähnlichen Unterart crassirostris nur das Bürzelgefider und die Flügeldecken sind dunkler. Kleiner als die Nominatform.
5. Forpus x. flavescens (Salvadori 1891) / Santa-Cruz-Sperlingspapagei /Engl.: Salvadori's Blue-winged Parrotlet
wie die Nominatform, die Grundfarbe ist aber mehr gelb
Bei den Weibchen sind die Stirn und die Wangen eher gelb als grün.
(6. Forpus spengeli, Kolumbianischer Sperlingspapagei (siehe dort)
Allerdings ist es heute umstritten, ob es eine Unterart ist oder eine eigenständige Art.)
Größe:
ca. 11-12 cm (Flügellänge 73 mm - 79 mm bis 80 mm - 90 mm)
Lebensdauer: Ca. 12-15 Jahre
Lebensweise in freier Natur:
Der Lebensraum der Blauflügel-Sperlingspapageien erstreckt sich auf  Gebiete mit Busch- und Baumbestand, offene Wälder, Dornbuschsavannen und die Ränder von Regenwälder. Sie kommen häufig vor und sind oft in kl.  Schwärmen von 10-20 Vögeln zu finden. Die Hauptbeschäftigung dieser Vögel ist auf  dem Boden Grassamen zu fressen. Sie sind nicht scheu aber schwer wegen der Gefiederfarben zu sehen. Der Flug kann als schnell und leicht wellenformig beschrieben werden.
Haltung in Menschenobhut :
Leider ist diese Sperlingsart in der BRD selten geworden.
Diese Art ist verhältnismäßig leise und bei genügendem Platzangebot recht aktiv. Sie sind gut zu halten in einer Voliere von 2 m x 1 m x 2 m, aber auch die Haltung in Kistenkäfigen
(120 cm x 40 cm x 40 cm) hat sich bewährt. Sie sollten im Winter nicht unter 10°C gehalten werden und lieben es sich nachts im Schlafkasten aufzuhalten aus diesem Grund sollte man ihn ganzjährig zur Verfügung stellen. Sperlingspapageien benötigen wie alle Papageien regelmäßig (ca. alle 6Wochen) frisch unbehandelte, ungiftige Naturäste (z.B. Haselnuß, Weide, Birke, Hainbuche, Ahorn, Erle, Linde, Obstbäume, morsches Holz...) zum Benagen. Die Äste sind gut für die Krallen und nutzen diese auf natürliche Weise ab. Zusätzlich versorgen sie die Vögel beim Benagen mit Vitaminen und Mineralien.
Zucht in Menschenobhut
Diese Sperlingspapageien brüten meist ohne große Probleme, man sollte sie allerdings in dieser Zeit paarweise halten. In der Partnerwahl und bei der Wahl des Nistkastens sind sie oft recht wählerisch. Bevorzugt wird die Zeit von April bis Oktober, hierzu werden gerne Wellensittich nistkästen oder Naturstämme  angenommen. Es wird oft eine zweite Brut angeschlossen und die Männchen verletzten dann schnell ihre ausgeflogen Jungen aus diesem Grunde sollte man sie rechtzeitig absetzten. Mehr als zwei Bruten im Jahr sollten nicht zugelassen werden. Da sie gegen Nistkastenkontrollen recht empflindlich sind, sollten diese wenig gemacht werden.
Ernährung in Menschenobhut
Samengemisch aus Glanz, verschiedenen Hirsesorten, Wildkrautsamen, halbreife und trockene Grassamen ,etwas Weizen und Hafer sowie wenigen Sonnenblumenkernen; Kardi, Kolbenhirse (auch gekeimt); verschiedene Obstsorten (z.B. Apfel, Birne, Hagebutten, Banane, Mango, Erdbeere, Feuerdorn, Ananas,........), Gemüsesorten(z.B. Paprika, Gurke, Karotte, rote Beete,Mais, .......) und Grünfutter ( z.B. Kresse, Vogelmiere, Gras,  Löwenzahn,.....) erhalten.
 zur
Aufzucht Insektenweichfutter/Aufzuchtfutter; oft konservativ im Freßverhalten; neigen zu einer einseitigen Ernährung.

Haltungsbericht von Blauflügelsperlingspapageien
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Infos zusammengestellt aus:
Forpus Zwergpapageien/ Sperlingspapageien von Hans Schipper ;Lexikon der Papageien, Thomas Arndt, Arndt Verlag (CD-ROM) Die bunte Vogelwelt: Papageien-Kakadus-Loris, Rita Riske, Riske-Medien ( CD-ROM) Papageien (Lebensweise, Arten, Zucht), Wolfgang de Grahl, Ulmer Papageien Band 1,2,3, Franz Robiller, Ulmer Das Papageienbuch, Rosemary Low, Ulmer Papageien ihr Leben in Freiheit, Thomas Arndt, Horst Müller Verlag Die Ernährung der Papageien u. Sittiche, Hans Jürgen Künne, Arndt Verlag Und die Zeitschriften Papageien, WP-Magazin, AZ-Nachrichten.

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