Copyright © by
Papageienatrium
Letztes Update:
Jan 2014

Top-99 Site

MOLUKKENKAKADU
Lexikon:

Cacatua moluccensis (Gmelin 1788)
Unterarten : keine Unterarten
Größe: 50 - 52 cm (größte Kakaduart)
Aussehen:
Hahn: Weiß; zart rosa überhaucht; Haubenfedern rötlich, Schwanzfedern cremefarbig; Iris dunkel.
Henne: Schmalere Kopfform; weniger Rosaschimmer; Schwanzfedern gelblich; Iris dunkelbraun. Meist sind die Weibchen kleiner.
Jungvögel wie Alttiere; junge Weibchen sind meist bereits im Alter von einem Jahr an der graubraunen Iris zu erkennen; Irisumfärbung mit 4 Jahren beendet.
Verbreitung:
Insel Ceram, Indonesien; auf den nahegelegenen Inseln Saparua und Haruku ausgerottet; ehemals auf Amboina eingebürgert, hier aber wieder verschwunden.
Lebensraum: Wälder, offene Waldgebiete, Rodungsflächen mit vereinzelten Bäumen, hohe Sekundärvegetation, Mangroven- und Sumpfgebiete bis 1000 m Höhe.
Status: gefährdet aufgrund des intensiven Fangs für den Handel; Population möglicherweise nur noch 2000 Vögel; zusätzliche Bedrohung durch Habitatverlust.
Brutverhalten: vermutlich das ganze Jahr in Gefangenaschaft ( eigne Mollukken im Juli/August)
Gelege : ca. 1- 2 Eier
Eimaße: 50,0 mm x 33,4 mm.
Brutdauer 29 - 35 Tage
Nestlingszeit 14 bis 15 Wochen
Lebensweise:
Molukkenkakadus werden meist nur noch einzeln, paarweise oder in kleinen Gruppen gesehen; auf Schlafbäumen Ansammlungen bis zu 16 Vögel. Sie sind recht scheu und werden meist nur in den frühen Morgen - bzw. späten Abendstunden auf dem Weg zu den Schlafbäumen beobachtet. Die Paare halten eng zusammen, stärken mit gegenseitiger Gefiederpflege ihre Paarbindung, und halten sich gerne in hohen Bäumen auf, wobei sie hier sehr selten auffallen nur bei ihren lauten Schreien sind sie gut auszumachen. Der Flug kann als eher langsam und meist niedrig und mit schnellen Flügelschlägen beschrieben werden, dabei wird er ständig von Rufen begleitet.
Molukkenkakadus bewohnen offene Waldgebiete, bereits teilweise gerodete Flächen mit nur vereinzeltem Baumbestand, und sind bis zu einer Höhe von bis zu 1000 Metern finden. Molukkenkakadus sind vom Aussterben bedroht, zu den Fängen kommt noch der Habitatsverlust dazu. Die Nahrung der Molukkenkakadus besteht aus Samen, Beeren, Früchten, und Nüssen, der Proteinbedarf wird mit Insekten und Larven gedeckt. Sie fallen auch in Obstplantagen und andere Agraflächen ein.
Gefangenschaft:
Molukkenkakadus sind recht laut, bes. wenn sie erregt sind aber auch morgens und abends lassen sie gern ihr Organ erschallen.
Wildfänge sind oft nervös und sehr scheu, Nachzuchten werden leichter zutraulich.
Sie brauchen ein großes Nageangebot wie z.B. frische Äste und sind wenn sie eingewöhnt sind meist unproblematisch und nicht sehr empfindlich.
Unterbringung:
Ideal wäre eine Voliere von 8 m x 3 m x 2 m sollte aus Metall sein. Die Temperatur sollte nicht unter 5 Grad sinken.
Zucht:
Ist recht schwierig und nie regelmäßig. Zuchtpaare sollten allein untergebracht werden. Probleme können durch die Hähne entstehen die ihre Hennen töten können, das sie ihre Aggresivität nicht wie in der Natur ausleben können. Ein Naturstamm von 40 cm Durchmesser und 150 cm Höhe eigenet sich als Nisthöhle, wobei der Brutbeginn nicht festgelegt werden kann. Gelege sind leider oft unbefruchtet oder sterben ab.
Ernährung in Menschenobhut
Körnerfutter, das vor allem zur Brutzeit im gekeimten Zustand gereicht werden sollte, stellt die Grundnahrung dar und macht in etwa 50-60% der Gesamtfuttermenge aus.
Die Körnerzusammenstellung kann wie folgt aussehen:
Dari, Rohreis, Buchweizen, Leinsaat, Hanfsaat, Kürbiskerne, Weizen, Haferkerne, Hirse, Kanariensaat, Kardi, Paddy-Reis, Kiefernsaat und Milokorn.
Ausserdem sollten die Kakadus noch
Obst (z.B. Apfel, Birne, Hagebutten, Banane, Mango, Erdbeere, Feuerdorn, Ananas,........), Gemüse(z.B. Paprika, Gurke, Karotte, rote Beete,Mais, .......) und Grünfutter ( z.B. Kresse, Vogelmiere, Gras, Löwenzahn,.....) erhalten.
Zusätzlich sollte noch frische Zweige, Mineralien, Grit, Proteine gegeben werden.


Literatur:
Handbuch der Vogelpflege, Papageien Band 1-3 - Robiller, Ulmer Verlag
Lexikon der Papageien, Thomas Arndt, Arndt Verlag (CD-Rom)
Die bunte Vogelwelt: Papageien-Kakadus-Loris, Rita Riske, Riske-Medien ( CD-Rom)
Papageien (Lebensweise, Arten, Zucht), Wolfgang de Grahl, Ulmer
Das Papageienbuch, Rosemary Low, Ulmer
Papageien ihr Leben in Freiheit, Thomas Arndt, Horst Müller Verlag
Die Ernähnrung der Papageien u. Sittiche, Hans Jürgen Künne, Arndt Verlag
Und die Zeitschriften Papageien, WP-Magazin, AZ-Nachrichten
Lesen vieler Internetseiten zum Thema, z.B.Lexikon Vogelnetzwerk.

Die Bilder und Texte dieser HP unterliegen dem Copyright und dürfen  nicht verwendet werden. Verstöße werden kostenpflichtig verfolgt.
Leider gibt es zu viele Leute, die mit dem Eigentum anderen so umgehen als ob es ihres wäre. Danke für das Verständnis