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Papageienatrium
Letztes Update:
Jan 2014

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Grüner Kongopapagei  - (poicephalus gulielmi)
Deutsche Namen : Grüner Kongopapagei
Wissenschaftliche Namen: . Poicephalus g. gulielmi (Jardine 1849)
Englische Namen : Jardine's Parrot
Größe:   26 cm - 29 cm
Gattung:
Langflügelpapageien
Gewicht: zwischen 260 und 290g
Lebensdauer:
Brutzeit: in Kenia ab Juni und von September bis November; in Tansania Brutzeit von November bis März; Brutgebiete über 2500 m Höhe; Nesthöhlen in hohen Bäumen.
Gelegegröße 2-4 Eier im Abstand von 2 bis 3 Tagen gelegt.
Eimaße: 34,3 mm x 28,5 mm
Brutdauer: 26- 28 Tage
 Nestlingsdauer: 9 bis 10 Wochen
 Geschlechtsreife
 Unterarten
Der grüne Kongopapagei (poicephalus gulielmi) gliedert sich in 4 Unterarten auf:

hier sind drei Unterarten auf einem Bild zu sehen.

















- Poicephalus gulielmi gulielmi
(Nominatform)
großer Schnabel, dunkle, fast schwarz wirkende Flügel,(engl. "Black-winged Parrot") mit kaum grünen Saum, ausgeprägte rotorange Färbung an Stirn, Flügelbug und Füssen. Es gibt aber auch Vögel ohne Rotfärbung. Verbreitung: Kamerun, Südkongo und Gabun

- Poicephalus gulielmi massaicus
(Reichenows Kongopapagei)
Diese Unterart hat auch adult so gut wie kein oder nur wenig rot/orange am Kopf, welcher auch kleiner ist. Der Schnabel ist ebenfalls kleiner. Die schwarzen Ränder der Federn von den Flügeln sind recht schmal und aus diesem Grund wirken die Flügel viel grüner als die der anderen Unterarten. Verbreitung: Südkenia und Nordtansania

- Poicephalus gulielmi fantiensis
(Neumanns Kongopapagei)
H
ier ist die Färbung eher orange(gelborange) als das Rot wie beim Nominatvogel. Die Gefiederfarben sind insges. etwas blasser. Diese Unterart wird hierzulande wenig gezüchtet.Vögel sind insges. etwas kleiner. Verbreitung: Ghana, Liberia und Elfenbeinküste
- Poicephalus gulielmi permistus

Ist nicht ganz geklärt ob es eine anerkannte Unterart ist, da sie sich nicht konstant genug von der Nominatform unterscheiden. im Vergleich zu Nominat Stirn mit weniger rotorange aber mehr als bei massaicus, Rücken- und Flügelfedern mit breiten grünen Säumen.
Beschreibung der Art (Nominatform)
Wie der Kap-Papagei sind auch die Kongopapageien wesentlich größer und schwerer als die übrigen Arten der Gattung Langflügelpapageien.
Die Hauptfarbe des Gefieders ist ein sattes dunkelgrün.  Die Stirn, der unter Schenkel und die Flügelränder sind rotorange bis rot. Dunkelgrüne Federsäume sind an den Federn von Rücken und Flügeln zu finden die ansonsten schwarz sind.
Schanz und Schwungfedern sind schwarz bis bräunlich. Der Oberschnabel ist an der Basis hornfarben und wird  zur Spitze hin schwarz. Bei nicht adulten Tieren fehlt noch die rote Färbung der Federn.
Die Vögel weisen
keine äußerlichen Geschlechtsmerkmale auf. Die Füsse sind grau bis dunkelgrau.
Lebensweise in freier Natur
Der Bestand des grünen Kongos ist nur örtlich häufig anzutreffen. Bevorzugt werden
bewaldete Gebiete, meist feuchte und undurchdringlichen Bergwälder bzw. offene Wälder, Regen-, Nebel- und Podocarpus-Wälder bis 3500 m Höhe.
Außerhalb der Brutzeit lebt er meist paarweise oder auch in kleinen Gruppen bis zu 10 Vögeln. Sie sind im Allgemeinen Standorttreu. Wenn das Nahrungsangebot ausreichend ist können sich auch größere Schwärme bilden. Ihr Verhalten im Flug, z.B. zu den Schlafbäumen, ist eher auffallend und auch laut (meist hohe Schreie) hierbei sind sie geschickte Flieger die 50 km ohne Probleme zurücklegen und auch schnell fliegen können. Bei der Aufnahme von Früchten und anderer Nahrung sind sie eher ruhige Vögel die sehr vorsichtig und scheu sind. An Futterstellen sammeln sich manchmal bis zu 50 Tiere die dann auch gemeinsam wieder zu ihren Schlafbäumen fliegen, welche sie noch vor Sonnenaufgang verlassen hatten.
Als Nahrung dienen den Kongopapageien Samen verschiedenster Pflanzen, Beeren,  Nüsse, Früchte (dabei bevorzugen sie die fetthaltigen Samen von Zedern, Oliven und Ölpalmen), Blüten und Insekten.
Die Brutzeit der Vögel ist an die Regenzeit gebunden und geht von ca. November bis März. Die Bruthöhle der Vögel liegt möglichst hoch über dem Erdboden in ca. 6 bis 12 Metern Höhe.
Ihre Verbreitungsgebiete liegen im Kongo, in Tansania, Ghana, Liberia und an der Elfenbeinküste.
Zucht in Menschenobhut
Der Nistkasten sollte die Maße 24 x 24 x 50 cm haben. Der Brut beginn in Menschenobhut ist oft schon im Januar kann sich aber auch bis Mai hinziehen. Probleme bei der Zucht treten häufig bei erstmals brütenden Paaren auf, spätere Bruten verlaufen  meist erfolgreich. Es kommt leider immer wieder zum Töten der Jungen durch die Altvögel, aus diesem Grund sollte man Störungen während der Brut vermeiden. Während der Brut verbringt das Weibchen die meiste Zeit im Kasten und wird auch vom Männchen gefüttert. Mit ca. 14 Tagen öffnen die Jungen die Augen, eine Woche später brechen die ersten Federkeile durch und mit ca. 8 Wochen sind sie voll befiedert. Als Problem ergibt sich auch sehr oft das Rupfen der Jungen vor dem Ausfliegen.
Haltung in Menschenobhut :
Kongopapageien sind im Vergleich zu anderen Papageien eher leise Papageien, die nur manchmal ihre hohe Stimme benutzen.
Da die Vögel in zu kleinen Käfigen zum Rupfen neigen, sollten sie in Volieren mit den Maßen  2 m x 1 m x 2 m gehalten werden.
Kongopapageien sind sehr aktive Vögel mit einem ausgeprägten Drang zum Spielen und Nagen. Aus diesem Grund sollte man immer frische Äste und Spielmaterial in der Voliere anbieten, da sie bei Langeweile ebenfalls zum Rupfen neigen. Bei Aussenvolieren sollte man darauf achten, dass die Mindesttemperatur von 5°C nicht unterschritten wird.
Wie fast alle Vertreter der Gattung, seien es  Wildfänge oder auch ältere Vögel sind sie nur schwer an den Menschen zu gewöhnen und bleiben meist scheu und zurückhaltend. Junge Tiere (Naturbrut /Handaufzucht) werden dagegen je nach Veranlagung  anhänglich und zutraulich und lernen auch einige Laute und Wörter nachahmen.
Alles in allem sind  Kongopapageien für mich sehr schöne Vögel, die aber auch ihre Ansprüche an den Halter stellen.
Ernährung in Menschenobhut
Die Ernährung in der Gefangenschaft sollte sehr abwechslungsreich gestaltet werden und besteht meist aus einem
Sämereiengemisch aus Kardi, Paddyreis, Weizen, Hafer, Kürbis, Gurkenkerne, Glanz und verschiedenen Hirsesorten; Kolbenhirse. Dies kann auch gekeimt gereicht werden. Außerdem können noch weise Sonnenblumenkerne, (Erdnüsse ohne Schale wegen Verpilzung, bzw. Papageienfutter ohne Erdnüsse anbieten) Baumsaaten, Hagebutten und Eicheln gegeben werden. Gerne werden verschiedene Obst- und Gemüsesorten, wie z.B. Weintrauben, Feigen, Pfirsiche und Äpfel; halbreifer Mais, Möhren, Sellerie,  Eberesche, Feuerdorn, Samen verschiedener Bäume, Knospen Hagebutten, Kirschen, Orangen, Papaya, Feigen,  Mandarinen, Bananen, Kiwis, Grünpflanzen (Vogelmiere, Löwenzahn usw.) genommen, wenn die Vögel an diese Kost gewöhnt sind. Dies bekommen sie am Besten täglich in abwechselnder Weise angeboten und manchmal auch Quark oder Joghurt mit frischen Kräutern
 Hilfreich ist hierbei, das Zusatzfutter immer an der gleichen Stelle anzubieten.
Bei der Brut und Jungenaufzucht
Eifutter, Weißbrot, Zwieback und Biskuit.
Wenn sie Futter nicht kennen oder von Jugend an nicht an Obst und Gemüse gewöhnt sind, neigen sie dazu, sich einseitig zu ernähren.


Infos zusammengestellt aus:
Low, Rosemary :"Die Unterarten des Kongopapageis" ;Papageien 10/99, Seite 344; Das Papageienbuch, Rosemary Low, Ulmer; Langflügelpapageien; Hoppe/Welcke Eugen Ulmer Verlag ;  Lexikon der Papageien, Thomas Arndt, Arndt Verlag (CD-Rom) ; Der Mohrenkopfpapagei, Werner Lantermann, Horst Müller Verlag; Die bunte Vogelwelt: Papageien-Kakadus-Loris, Rita Riske, Riske-Medien ( CD-Rom); Papageien (Lebensweise, Arten, Zucht), Wolfgang de Grahl, Ulmer
Papageien Band 1,2,3, Franz Robiller, Ulmer; Papageien ihr Leben in Freiheit, Thomas Arndt, Horst Müller Verlag;
Die Ernährung der Papageien u. Sittiche, Hans Jürgen Künne, Arndt Verlag; Gefiederten Welt 10/2000, ”Über den Mohrenkopfpapagei”, Franz Pfeffer(Platting)
Und die Zeitschriften Papageien, WP-Magazin, AZ-Nachrichten, bzw. der Zusammenstellung über den Kongopapagei von Berit Lind, danke an dieser Stelle auch für die Überlassung dieser Informationen            

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Leider gibt es zu viele Leute, die mit dem Eigentum anderen so umgehen als ob es ihres wäre. Danke für das Verständnis