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Letztes Update:
Jan 2014

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Goldbugpapagei - Lexikon

Goldbugpapagei - Poicephalus m. meyeri (Cretzschmar 1827)
Deutsche Namen : Goldbugpapagei
Gattung:
Langflügelpapagei
Wissenschaftliche Namen: Poicephalus meyeri
Englische Namen Meyer's Parrot ; Yellow-shouldered Parrot
Brutzeit : Juni bis Dezember/Januar
Verbreitung:
Zentral- und Ostafrika (Malawi, Tansania, Namibia, Äthiopien). Uganda, Ruanda, Burundi , Kenia; nördliches Malawi, Sambia und südöstlicher Kongo. nordöstliches Mozambique, Simbabwe südliches Angola und Lesotho. Der Bestand ist derzeit stabil.
Gelegegröße: 3-4 Eier
Eimaße: 25,4 mm x 20,0 mm.
Brutdauer: zwischen 26-31 Tagen
Nestlingsdauer: 58 bis 60 Tage
Geschlechtsreife
.
Unterarten
Poicephalus meyeri meyeri
Poicephalus meyeri saturatus
Poicephalus meyeri matschiei
Poicephalus meyeri reichenowi
Poicephalus meyeri damarensis
Poicephalus meyeri transvaalensis

1. Poicephalus m. meyeri (Cretzschmar 1827) (Nominatform)
2. Poicephalus m. saturatus (Sharpe 1901)/ Uganda-Goldbugpapagei/ Engl.: Uganda Yellow-shouldered Parrot
Wie Nominatform doch mit Graubraun von Kopf und Oberbrust dunkler und mehr schwärzlichan Flügeldecken und Rücken. Der Unterrücken und Bürzel sind hellblau. Die untere Brust und der Bauch sind intensiver grün. Auf dem Kopf sind gelbe Federn und diese Art ist meist etwas größer als die Nominatform ca. 22 cm.
3. Poicephalus m. matchiei Neumann 1898 / Ostafrikanischer Goldbugpapagei/ Engl.: East African Brown Parrot
Ausehen wie die Nominatform aber Kopf ist meist etwas dunkler gefärbt.Der Rücken und die Flügeldecken gleichen sturatus. Dagegen ist der Unterrücken / Bürzel sehr stark hellblau Auf dem Kopf sind gelbe Federn und diese Art ist meist etwas größer als die Nominatform ca. 22 cm.
4.
Poicephalus m. transvaalensis Neumann 1899/ Südafrikanischer Goldbugpapagei/ Engl.: South African Brown Parrot
Von der Nominatform unterscheidet sich diese Unterart, dass sie an Kopf und Brust mehr bräunlich ist. Auch sind hier wieder die
Rückenfedern und Flügeldecken eher schwärzlich.Der Unterrücken und der Bürzel sind leicht grün mit einigen hellblauen Federteilen. Der Bauch ist mehr grüner und einheitlicher türkisgrün. Auf dem Kopf sind  meist gelbe Federn und diese Art ist meist etwas größer als die Nominatform ca. 22 cm. Durch die Oberschwanzdecken ist sie von der Unterart 2 zu unterscheiden
5.Poicephalus m. reichenowi
Neumann 1898/ Angola-Goldbugpapagei /Engl.: Angola Brown Parrot
Wie die Nominatform, doch das Graubraun auf dem Kopf ist dunkler als diese.
Der Rücken und die Flügeldecken sind fast schwarz. Auffallend bei dieser Art ist, dass die gelben Federn auf dem Kopf fehlen, auch ist diese Art mit ihren ca. 24 cm sehr groß. Das Bauchgefieder ist mit dunklen Federn durchzogen.
6. Poicephalus m. damarensis
Neumann 1898/ Damaraland-Goldbugpapagei / Engl.: Damaraland Brown Parrot
Die Größe dieser Art sind ca. 22 cm. Auf dem Kopf die gelben Federn fehlen ebenfalls und die das Graubraun ist eher einem dunkelgrau gewichen.
Beschreibung der Art
Die Vögel weisen keine äußerlichen Geschlechtsmerkmale auf. 
Nicht adulte Vögel sind meist braungrün und haben kein bzw. wenig Gelb auf dem Scheitel und den Flügelbügen. Die Jungmauser ist meist mit ca. 12 Monaten abgeschlossen.
Der Schnabel und die Nasenhaut ist schwarz-(grau)braun. Das Gefieder ist graubraun, wobei es schon unter Umständen als wirklich dunkel bezeichnet werden kann. Das Kopfgefieder ist mit einem gelben Fleck gezeichnet. Diese Ausprägung kann zwischen weniger stark und stark varieren. Unterbauch und Bürzel ist grün. Der Unterrücken und der Bürzel sind hellblau bis kräftig hellblau Eine gelbe Befierdung tritt an Flügelrändern und an den Schultern auf. Die Füsse sind grau und die Iris orangerot.
Größe: 21 cm (Flügelmaße: 141 mm - 149 mm) - : 24 cm (Flügelmaße: 148 mm - 174 mm)
Lebensdauer:.
Lebensweise in freier Natur
Der Lebensraum der Vögel befindet sich hauptsächlich in Wäldern und bewaldeten Savannen. Die Vögel halten sich gerne in Baumansammlungen entlang von Wasserläufen oder in der Nähe von Wasserstellen auf.
Sie sind paarweise oder in kl. Gruppen vorzufinden aber auch im Buschland (Dornbusch und Akazien) sind sie anzutreffen. Nur bei ausreichendem Nahrungsangebot schließen sie sich zu großen Schwärmen zusammen und belagern in Erntezeiten Getreidefelder und Obstplantagen. Als Nahrung dienen ihnen  Nüsse, Beeren, Samen, Getreide, Früchte (vor allem Feigen) und Akaziensamen. Sie sind sehr scheu und unauffällig und aus diesem Grunde schwer zu beobachten. Sie oft standorttreu und halten gleich bleibende Flugrouten ein, dies kann sich in futterarmen Zeiten in ein nomadisierendes Herumziehen ändern. Der Flug kann als schnell mit schrillen Rufen begleitet, bezeichnet werden. Hierbei  gelten die Kontaktrufe als  hoch und werden d unmittelbar von einem zweitem Vogel beantwortet, daher könnte man sie leicht als den Ruf eines Vogels auffassen, der zweisilbig ist. Als Nistgelegenheit werden Baumhöhlen in 3 m bis 10 m Höhe genutzt. Die  Brutsaison geht von Juni bis Dezember/Januar und beginnt  im Norden durchschnittlich später als im Süden.
Die folgenden Bilder wurden uns von
Silke Conrad zur Verfügung gestellt die im Frühjahr 2005 im Tarangiere -Nationalpark in Tansania, Rotbauch- und Goldbugpapageien erleben und aufnehmen konnte. Danke an dieser Stelle für die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Bilder.
 
Zucht in Menschenobhut
Zur Zucht sollte das Brutpaar eine separate Voliere beziehen . Der Blick zu anderen Papapgeien kann sich störend auswirken. Der Nistkasten sollte in einer dunkleren Ecke der Voliere bereitgestellt werden, Einflugloch ca. 5 cm Durchmesser.
Der Brutbeginn liegt meist im Spätsommer bis Winter, seltener im Frühjahr
Haltung in Menschenobhut:
Bei den Goldbugpapageien handelt es sich um verhältnism. leise Papageien, die einmal eingewöhnt recht robust sind. Besonders Jungvögel sind sehr verspielt und hängen gerne kopfunter an den Gittern oder Ästen. Sie sollten in einer Voliere/Käfig mit dem Mindestmaßen1 m x 1 m x 1 m gehalten werden, die wegen dem großen Nagebedürfnis der Vögel regelm. mit frischen Ästen ausgestattet werden sollte. Sie sollten nicht unter +10°C gehalten werden. Sie sind eher zurückhaltend und unbeobachtet sehr aktiv und verspielt, ausserdem benagen sie gerne morsches Holz. Aus einigen Berichten geht hervor, dass sie bereits erfolgreich im Freiflug gehalten wurden. Beschäftigungsmaterial ist für diese verspielten Papageien ebenfalls Pflicht in der Käfigausstattung.
Ernährung in Menschenobhut
 Die Ernährung in der Gefangenschaft sollte sehr abwechslungsreich gestaltet werden und  besteht meist aus einem
Sämereiengemisch aus Kardi, Paddyreis, Weizen, Hafer, Kürbis, Gurkenkerne, Glanz und verschiedenen Hirsesorten; Kolbenhirse. Dies kann auch gekeimt gereicht werden. Außerdem können noch weise Sonnenblumenkerne, (Erdnüsse ohne Schale wegen Verpilzung, bzw. Papageienfutter ohne Erdnüsse anbieten) Baumsaaten, Hagebutten und Eicheln gegeben werden. Gerne werden verschiedene Obst- und Gemüsesorten, wie z.B. Weintrauben, Feigen, Pfirsiche und Äpfel; halbreifer Mais, Möhren, Sellerie,  Eberesche, Feuerdorn, Samen verschiedener Bäume, Knospen Hagebutten, Kirschen, Orangen, Papaya, Feigen, Mandarinen, Bananen, Kiwis, Grünpflanzen (Vogelmiere, Löwenzahn usw.) genommen, wenn die Vögel an diese Kost gewöhnt sind. Dies bekommen sie am Besten täglich in abwechselnder Weise angeboten und manchmal auch Quark oder Joghurt mit frischen Kräutern
Hilfreich ist hierbei, das Zusatzfutter immer an der gleichen Stelle anzubieten.
Bei der Brut und Jungenaufzucht Eifutter, Weißbrot, Zwieback und Biskuit.
Wenn sie Futter nicht kennen oder von Jugend an nicht an Obst und Gemüse gewöhnt sind, neigen sie dazu, sich einseitig zu ernähren. Dies trifft besonders auf gehaltene Wildfänge zu.



Infos zusammengestellt aus:
 Das Papageienbuch, Rosemary Low, Ulmer; Langflügelpapageien; Hoppe/Welcke Eugen Ulmer Verlag ;Die afrikanischen Großpapageien, W. Lantermann und V. Wagner, Natur Verlag; Lexikon der Papageien, Thomas Arndt, Arndt Verlag (CD-Rom) ; Der Mohrenkopfpapagei, Werner Lantermann, Horst Müller Verlag; Die bunte Vogelwelt: Papageien-Kakadus-Loris, Rita Riske, Riske-Medien ( CD-Rom); Papageien (Lebensweise, Arten, Zucht), Wolfgang de Grahl, Ulmer
Papageien Band 1,2,3, Franz Robiller, Ulmer; Papageien ihr Leben in Freiheit, Thomas Arndt, Horst Müller Verlag;
Die Ernährung der Papageien u. Sittiche, Hans Jürgen Künne, Arndt Verlag; Gefiederten Welt 10/2000, ”Über den Mohrenkopfpapagei”, Franz Pfeffer(Platting)
Und die Zeitschriften Papageien, WP-Magazin, AZ-Nachrichten,

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