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Letztes Update:
Jan 2014

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GOFFINIKAKADU

Lexikon:
Cacatua goffini (Finsch 1863)
Beschreibung:
Die Hauptfarbe dieser Kakadus ist weiß, die Zügel sind leicht rosafarben und die Ohrdecken sind leicht gelb. Die Unterseite der Schwanz - und Flügelfedern schimmert leicht gelb. Die Haube ist leicht rundlich und eher breit. Die Iris des Goffinikakadus ist schwarz und der unbefiederte Augenring ist weiß. Die Füße und der Schnabel sind grau. Unterschied bei den Geschlechtern ist nur die rötlichbraune Iris bei der Henne.
Geschlechtsreif sind die Goffinikakadus ca.mit 3 Jahren.
Größe: 32 cm (kleinster Kakadu)
Verbreitung: , Indonesien und Tanimbar-Inseln.
Unterarten : keine Unterarten
Brutverhalten: Brutbeginn ab Mai aber auch das ganze Jahr über.
Gelege: 2-4 Eiern
Eimaße: 38,4 mm x 28,4 mm.
Brutdauer: 28 Tage
Nestlingszeit: 8 Wochen
Status: stark bedroht durch Fang und Rodungen.
Lebensraum:
Goffinkakadus sind in Wäldern, an Waldrändern und auch in der Nähe von Agrarflächen zu finden, wo sie Schäden anrichten.
Durch die Zerstörung des Lebensraumes und durch Fang sind sie sehr stark bedroht aber manchmal örtlich noch verhältnismäßig oft zu finden.
Über mehr Einzelheiten oder Gewohnheiten, ist recht wenig bekannt.
Ernährung:
Körnerfutter, das vor allem zur Brutzeit im gekeimten Zustand gereicht werden sollte, stellt die Grundnahrung dar und macht in etwa 50-60% der Gesamtfuttermenge aus.
Die Körnerzusammenstellung kann wie folgt aussehen:
Dari, Rohreis, Buchweizen, Leinsaat, Hanfsaat, Kürbiskerne, Weizen, Haferkerne, Hirse, Kanariensaat, Kardi, Paddy-Reis, Kiefernsaat und Milokorn.
Ausseerdem sollten die Kakadus noch
Obst (z.B. Apfel, Birne, Hagebutten, Banane, Mango, Erdbeere, Feuerdorn, Ananas,........), Gemüse(z.B. Paprika, Gurke, Karotte, rote Beete,Mais, .......) und Grünfutter ( z.B. Kresse, Vogelmiere, Gras, Löwenzahn,.....) erhalten.
Frischkost. Zusätzlich sollte noch frische Zweige, Mineralien, Grit, Proteine gegeben werden.
Sie sind recht vorsichtig bei unbekannten Nahrungsmitteln.
Haltung in Menschenobhut :
Goffinikakadus sind recht aktive Vögel und haben ein stark ausgeprägtes Nagebedürfnis, daher sollten sie öfter frische Zweige zur Verfügung haben. Sie sind eher bei den lauteren Papageien anzusiedeln wobei dies nur Zeitweise so ist, dies ist z.B. morgens oft sehr ausgeprägt. Sie fassen verhältnismäßig schnell Zutrauen, nachdem sie anfänglich recht scheu sein können.
Goffinikakadus sind leicht empfänglich für das Schnabel- und Federsyndrom, eine ansteckende Viruserkrankung, hierbei kommt es oft zu starken Schnabelmissbildungen. Sonst sind sie nach der Eingewöhnung recht robuste Vögel.
Sie sollten in Volieren von min. 4 m x 1,5 m x 2 m (Lx Bx H) bei mindestens 5°C gehalten werden.; im Winter nicht unter ; starkes Drahtgeflecht verwenden.
Goffinkakadus sollten paarweise gehalten werden, da sie sonst stark zu Gefiederrupfen und Schreien neigen, auch Gruppenhaltung ist bei genügender Größe der Voliere möglich.
Zucht in Menschenobhut :
Bei Goffinikakadus ist die Zucht schon öfter gelungen, hierbei muß man beachten, dass die Vögel ein starkes Teritorialgefühl haben und desshalb sollten sie zur erfolgreichen Brut nicht in der Gruppe gehalten werden. Vorhandenes aggressives Verhalten ist bes. beim Hahn gegenüber seiner Henne zu beobachten, aus diesem Grund sollten die HennenVersteckmöglichkeiten in der Voliere haben.
Der Nistkasten sollte in der Voliere in der dunkelsten Ecke, mit dem Maßen 25 cm x 25 cm x 40 cm aufgehängt werden.
Die Befruchtungsrate bei den Goffinkakadus liegt recht niedrig und daher sind sehr viele Gelege unbefruchtet.
Gegenüber Nistkastenkontrollen und andere Störungen sind diese Kakadus recht empfinglich.


Literatur :
Handbuch der Vogelpflege, Papageien Band 1-3 - Robiller, Ulmer Verlag
Lexikon der Papageien, Thomas Arndt, Arndt Verlag (CD-Rom)
Die bunte Vogelwelt: Papageien-Kakadus-Loris, Rita Riske, Riske-Medien ( CD-Rom)
Papageien (Lebensweise, Arten, Zucht), Wolfgang de Grahl, Ulmer
Das Papageienbuch, Rosemary Low, Ulmer
Papageien ihr Leben in Freiheit, Thomas Arndt, Horst Müller Verlag
Die Ernähnrung der Papageien u. Sittiche, Hans Jürgen Künne, Arndt Verlag
Und die Zeitschriften Papageien, WP-Magazin, AZ-Nachrichten
Lesen vieler Internetseiten zum Thema, z.B.Lexikon Vogelnetzwerk.

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