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Letztes Update:
Jan 2014

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Übersicht aller Agaporniden

Unzertrennliche mit weißen Augenringen:

Schwarzköpfchen(Agapornis personatus)
Diese Art lebt in Zentral- und Nordosttansania und im kargen Savannenland.
Sie nistet von März bis August in Baumhöhlen, Hausnischen und manchmal in Schwalbennestern. Schwarzköpfchen sind ausgesprochene Koloniebrüter; das Nistmaterial wird, wie bei allen Augenring-Agaporniden, vom Weibchen im Schnabel ins Nest befördert.
Die Schwarzköpfchenbestände in Tansania sind stabil, jedoch besteht die Gefahr der Hybridisierung mit Pfirsichköpfchen . Schwarzköpfchen werden nur noch wenig importiert; sie sind, nach den Rosenköpfchen, die am häufigsten gehaltene und nachgezüchtete Agapornidenart.
Männchen und Weibchen sehen gleich aus.
Das Aussehen kann so beschrieben werden:
Kopf und Gesicht deutlich schwarz, mehr oder weniger stark gelben Hals, Nacken und Brust abgesetzt. Schnabel korrallenrot.

Foto mit freundlicher Genehmigung von Walter Hofmann. Link auf Bild klicken.


Pfirsichköpfchen (Agapornis fischeri, Reichenow, 1887)
Sie besitzen ein ähnliches Verbreitung sgebiet wie die Schwarzköpfchen Tansania, südl. Victoriasee, Ruanda, Burundi.
Auch die Brutgewohnheiten ähneln denen der Schwarzköpfchen, sie benutzen aber auch gelegentlich wie die Rosenköpfchen Nester von Webervögeln.
Pfirsichköpfchen gehören mit einem Gesamtbestand von weniger als 50.000 Vögeln zu den sogenannten beinahe gefährdeten Agaporniden. Nach Massenimporten bis hin in die 90er Jahre dürfen keine Pfirsichköpfchen mehr aus ihrem Ursprungsland exportiert werden.
In Gefangenschaft werden Pfirsichköpfchen sicher in Zuchtbeständen nachgezogen, leider aber sind viele Tiere Hybriden, dies ist aber äusserlich nicht erkennbar. Die Geschlechter sind von Aussen her nicht zu unterscheiden. Das Aussehen kann so beschrieben werden:
Stirn rot, in bräunl. orange-grün zum Nacken hin übergehend. Zügel, Hals und Gesicht orange-rot, Oberbrust gelborange. Schnabel korallenrot.


Rußköpfchen (Agapornis nigrigensis Sclater, 1906)
Rußköpfchen haben ihr Verbreitungsgebiet in Sambia, Simbabwe im Fluss-System des Sambesi, Namibia und Botswana.
Ihre Brutgewohnheiten entsprechen denen der anderen Augenring-Unzertrennlichen. Rußköpfchen sind durch Faktoren wie Import und Trockenperioden die am meisten gefährdete Agapornidenart, ihr Bestand wird auf nur noch 5000 bis 10000 Vögel geschätzt.
Damit ist bei Rußköpfchen die Volierenhaltung (Nachzuchten) größer als die in freier Wildbahn.
Zur Zeit sind Schutzmassnahmen in Planung.
Die Geschlechter sind von Aussen her nicht zu unterscheiden. Das Aussehen kann so beschrieben werden:
Stirn und Oberkopf rötlichgraubraun, Zügel, Wangen und Ohrbereich schwarzbraun, blass gelblich orangefarbenes Band an der Oberbrust. Schnabel hellhornfarben, in korallenrote Spitze übergehend.

Foto mit freundlicher Genehmigung vonKatja Hiekel. Link auf Bild klicken.


Erdbeerköpfchen (Agapornis lilianae, Shelley, 1894)
Diese Art finden sich im S-Tansania, Mozambique, Nyassa-See, Fluss-System des Sambesi und in Sambia in Buschgebieten; ihr Vorkommen scheint stark an das Vorhandensein von Wasser gebunden zu sein.
Ihre Brutzeit ist im Januar und Februar in hohlen Bäumen, evtl in Webernestern. Auch Erdbeerköpfchen sind in ihrem Bestand als gefährdet einzustufen; ihr Import in die EU , auch der von in Mozambique nachgezogenen Vögeln, ist verboten. Die Nachzucht in Gefangenschaft gelingt zufriedenstellend.
Die Geschlechter sind von Aussen her nicht zu unterscheiden. Das Aussehen kann so beschrieben werden:
sehr ähnlich A. fischeri, jedoch keine gelborange Oberbrust.


Unzertrennliche ohne Augenringe:

Rosenköpfchen (Agapornis roseicollis, Vieillot, 1818)
Diese Art bewohnt die Westküste Südafrikas, Südwestafrika, Lesotho.(Angola, Namibia, Botswana) in offenen, trockenen und hügeligen Buschregionen bis hin zu 1600 m Höhe.
In ihrer Heimat brüten sie im Februar und März. Sie gelten als Koloniebrüter und brüten in Felsnischen oder Hausaussparungen, oft auch in Gemeinschaftsnestern von Webervögeln oder in Termitenhügeln. Als Nistmaterial verwenden die Tiere kleine Zweige und Rindenstückchen, die vom Weibchen im Bürzelgefieder ins Nest getragen werden.
Rosenköpfchen gehören nicht zu den stark bedrohten Agaporniden, jedoch gelten ihre Bestände als rückläufig. Ihr Import ist verboten.
Sie sind die in Gefangenschaft am meisten gehaltene und nachgezogene Agapornidenart. Die Geschlechter sind von Aussen her nicht zu unterscheiden. Das Aussehen kann so beschrieben werden:
A.r. roseicollis und A.r. catumbella; Stirn und hinter den Augen rot, Gesicht und Hals rosa, Schnabel gelb-hornfarben.


Bergpapageien (Agapornis taranta, Stanley, 1814)
Tarantas leben im Hochland Äthiopiens in offenen Waldgebieten.
Die Vögel übernachten während des ganzen Jahres in Baumhöhlen und beginnen im Oktober mit dem Bau ihrer Nester.
Die freilebenden Populationen der Bergpapageien sind stabil; die Tiere werden zur Zeit (obwohl nicht verboten) nicht mehr importiert.
In den letzten Jahren stieg die Beliebtheit der Bergpapageien; sie werden daher mittlerweile regelmäßig nachgezogen. .
Erwachsene Vögel lassen sich anhand ihrer Gefiederfarbe nach Geschlechtern unterscheiden
Das Aussehen kann so beschrieben werden:
A.t. taranta und A.t. nana(?), Stirn rot, Flügelunterseite schwärzlich, schwarze Schwanzbinde. Schnabel korallenrot. Dem Weibchen fehlten die roten Gefiederpartien am Kopf.


Grauköpfchen (Agapornis canus, Gmelin, 1788)
Grauköpfchen sind als einzige Art nicht auf dem afrikanischen Festland, sondern auf Madagaskar und seinen umliegenden Inseln zu Hause.
Sie nisten in Baumhöhlen im Zeitraum von November bis April. Pro Jahr werden pro Elternpaar nur 2 - 3 Junge großgezogen.
Die Population freilebender Grauköpfchen ist derzeit stabil; es werden kaum noch Tiere importiert, dafür aber nachgezogen, wobei die Nachzucht nich ganz einfach ist..
Erwachsene Männchen und Weibchen sind gut zu unterscheiden.
Das Aussehen kann so beschrieben werden:
A.c. cana und A.c. ablectanea, Kopf, Hals und Nacken hellblaugrau. Schnabel hellgrau. Weibchen sind ganz grün.
Da ich diese Art selber gehalten habe finden sie
hier mehr zu dieser Art.


Orangeköpfchen (Agapornis pullarius, Linne, 1758)
Orangeköpfchen finden sich als weitverbreiteste Art im gesamten Zentralafrika in dicht bewachsenen und offenen Savannen, von Ghana bis W.-Kenia, Vereinzelt in Sierra Leone, Angola u. Zaire.
Brutzeit ist i. d. Regel im Mai, Die Nisthölen bauen sie in Termitenbauten.
Die freilebenden Populationen sind stabil.
Der Import von Tieren ist möglich, jedoch ist Haltung und Zucht der Tiere (Spezialisten in Sachen Brut und Nahrung) höchst schwierig.
Die Tiere werden daher in Gefangenschaft sehr selten nachgezogen.
Erwachsene Männchen und Weibchen lassen sich anhand ihrer Gefiederfarbe unterscheiden.
Das Aussehen kann so beschrieben werden:
A.p. pullaria und A.p. ungandae, Stirn und Gesichtspartie orangerot, Rücken blau. Schnabel korallenrot.


Grünköpfchen (Agapornis swindernianus)
Diese Art bewohnt Waldgebiete in West- und Zentralafrika, A.s. swinderniana isoliert in Liberia, die Elfenbeinküste und Ghana. Ihr freilebender Bestand gilt als gefährdet.
Es werden keine Vögel importiert, da es nicht möglich ist, die Tiere in Gefangenschaft am Leben zu halten (ausgesprochene Nahrungsspezialisten). Im Loroparcou auf Teneriffa sollen sich seit 2002 einige Tiere befinden.
Das Aussehen kann so beschrieben werden:
A.s. swinderniana, A.s. zenkeri, A.s. emini, Kopf grün, schwarzes Nackenband, (je nach Unterart mit zus. Zeichnung), Schnabel dunkelgrau.


(Für alle Bilder die ich auf dieser Seite zur Verfügung gestellt bekam möchte ich an dieser Stellt noch einmal Danke sagen.)

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Leider gibt es zu viele Leute, die mit dem Eigentum anderen so umgehen als ob es ihres wäre. Danke für das Verständnis